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Gekoppelt
an die Vielzahl von auf engstem Raum vernetzten Biotopen
weist das Naturschutzgebiet Osterseen eine artenreiche Tierwelt
auf.
Durch
Feucht- und Streuwiesen, große Wald- und Wasserflächen
ist das Osterseengebiet ausgesprochen reich an Vogelarten.
Besondere
Beachtung verdienen die in der Roten Liste verzeichneten: Grün- und
Buntspecht, Haubentaucher. Im Bereich der Röhrichte ist der Drosselrohrsänger
anzutreffen.
Von den rund zwanzig in Bayern auftretenden
Amphibienarten konnten acht im Osterseengebiet beobachtet
werden, davon sind vier gefährdete Arten. Neben Laub-, Gras- und
Wasserfröschen sind kleinere Bestände von Bergmolch, Erdkröte
und Gelbbauchunke existent. Letztgenannte zeigt bei Gefahr ihre auffällige
Unterseite. Die Amphibienbiotope sind als hochwertig einzustufen,
weil Überwinterungsplätze, Laichorte und Sommerlebensräume so nahe beieinander
liegen.
Im Naturschutzgebiet kommen vier Reptilienarten
vor: Blindschleiche, Berg- und Zauneidechse; und die Kreuzotter
ist sogar weit verbreitet. Deshalb an dieser Stelle die Warnung: Moore, Wiesen
und Ufersäume "von den offiziellen Badestellen abgesehen" vorsichtshalber
nicht betreten! Auch die Insektenfauna ist außerordentlich vielfältig.
Von den hier vorkommenden Tagfalterarten gehören Moor-Wiesenvögelchen
und Abbiss-Scheckenfalter zu den in Deutschland stark gefährdeten. Bei
den anzutreffenden Libellenarten sind einige in der Roten Liste aufgeführt.
Besondere Beachtung verdient die Sibirische Winterlibelle, die als Relikt
aus der Eiszeit gilt. Mehr als 50 Wasserkäferarten wurden darüber
hinaus gezählt; bei den Köcherfliegenarten finden sich sogar einige,
die in anderen Gebieten Bayerns nicht oder nur sehr selten gesichtet wurden.
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