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Agenda 21

 

Fauna

Gekoppelt an die Vielzahl von auf engstem Raum vernetzten Biotopen weist das Naturschutzgebiet Osterseen eine artenreiche Tierwelt auf.

Durch Feucht- und Streuwiesen, große Wald- und Wasserflächen ist das Osterseengebiet ausgesprochen reich an Vogelarten. Besondere Beachtung verdienen die in der Roten Liste verzeichneten: Grün- und Buntspecht, Haubentaucher. Im Bereich der Röhrichte ist der Drosselrohrsänger anzutreffen.

Von den rund zwanzig in Bayern auftretenden Amphibienarten konnten acht im Osterseengebiet beobachtet werden, davon sind vier gefährdete Arten. Neben Laub-, Gras- und Wasserfröschen sind kleinere Bestände von Bergmolch, Erdkröte und Gelbbauchunke existent. Letztgenannte zeigt bei Gefahr ihre auffällige Unterseite. Die Amphibienbiotope sind als hochwertig einzustufen, weil Überwinterungsplätze, Laichorte und Sommerlebensräume so nahe beieinander liegen.

Im Naturschutzgebiet kommen vier Reptilienarten vor: Blindschleiche, Berg- und Zauneidechse; und die Kreuzotter ist sogar weit verbreitet. Deshalb an dieser Stelle die Warnung: Moore, Wiesen und Ufersäume "von den offiziellen Badestellen abgesehen" vorsichtshalber nicht betreten!
Auch die Insektenfauna ist außerordentlich vielfältig. Von den hier vorkommenden Tagfalterarten gehören Moor-Wiesenvögelchen und Abbiss-Scheckenfalter zu den in Deutschland stark gefährdeten. Bei den anzutreffenden Libellenarten sind einige in der Roten Liste aufgeführt. Besondere Beachtung verdient die Sibirische Winterlibelle, die als Relikt aus der Eiszeit gilt. Mehr als 50 Wasserkäferarten wurden darüber hinaus gezählt; bei den Köcherfliegenarten finden sich sogar einige, die in anderen Gebieten Bayerns nicht oder nur sehr selten gesichtet wurden.

 
 

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