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Agenda 21

 

Geologische Sonderformen

Im Gebiet von Iffeldorf ist eine Reihe von geomorphologischen Sonderformen anzutreffen. Deren Entstehung und Vorkommen wird teilweise noch kontrovers diskutiert:

  • Grundmoränen: So bezeichnet man Ablagerungen, deren Material am Grunde von Gletschern mitgeschleppt wurde. Eine weite Grundmoränenlandschaft erstreckt sich von Obersöchering bis zum südwestlichen Ortsbereich von Iffeldorf.

  • Drumlins: Sie sind eine sehr spezielle Ablagerungsform. Sie bildeten sich, als Eismassen bei einem erneuten Vorstoß die kuppigen Grundmoränen überfuhren. So entstanden längliche, stromlinienförmige Hügel bis zu einigen Metern Höhe. Auf der Stoßseite des Eises sind sie steil, auf der dem Eis abgewandten Seite flacher. Das Eberfinger Drumlinsfeld ist das markanteste in Südbayern, es reicht in seinen östlichen Ausläufern an das Gemeindegebiet von Iffeldorf heran.

  • Oser: Sie sind aus Schmelzwasserkiesen und -sanden aufgebaut, die ehemals Gletschertunnel füllten. Nachdem das Eis abgeschmolzen war, blieben sie als langgestreckte Ablagerungsformen zurück. Die Marieninsel im Großen Ostersee wird zu den Osern gezählt.

  • Kames: Hier haben wir es mit Hügeln aus Kies und Sand zu tun - von Schmelzwässern auf und zwischen abschmelzende Toteisblöcke geschüttet. Nach dem Abschmelzen des Eises blieben diese Sedimente, zwischen den Toteislöchern, erhalten Ð zu sehen beispielsweise am Nordrand des Ortskerns von Iffeldorf.

  • Eisrandterrassen: Diese entstanden aus den gleichen Sedimenten wie die Kames. Eisrandterrassen nennt man allerdings nur Aufschüttungen am Rande des gesamten Toteisfeldes. Der alte Ortskern von Iffeldorf mit seiner Kirche liegt auf einer solchen steil abfallenden Eisrandterrasse.
    Trifft man im Gemeindegebiet von Iffeldorf auf Schritt und Tritt auf den Formenschatz des Eiszeitalters, so gibt es Hinweise auf frühere geologische Zeiten nur an wenigen Stellen. Tertiärer Kalksandstein aus der Oberen Meeresmolasse zum Beispiel kommt am alten Steinbruch bei Gut Schwaig zum Vorschein (privat, kein Zugang).
    Leichter zu entdecken ist am Südrand des Großen Ostersees die Blaue Gumpe, einer der vielen unterseeischen Quelltöpfe aus dem Faltenmolasse-Untergrund; hier tritt kalkreiches Wasser aus, das die Osterseen speist.

 

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