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Aus
Niedermooren
können sich über verschiedene Entwicklungsstufen Hochmoore bilden.
Hochmoore sind nicht mehr ans Grundwasser gebunden
und haben den Kontakt zum Mineralboden verloren.
Am Alpenvorland sind die meisten der Hochmoore
so entstanden: Als im Laufe der nacheiszeitlichen Klimaentwicklung
die Niederschläge zunahmen (heute 1200 Millimeter jährlich im Osterseengebiet),
konnten auch üppig gedeihende Torfmoose in Niedermoorbereiche
einwandern. Aus ihren abgestorbenen Pflanzen entsteht mangels
Zersetzung Torf. Ein Moor kann dadurch jährlich um einen Millimeter wachsen.
Vom Rand gegen seine Mitte wölbt es sich langsam empor, ein Vorgang, der bis
heute noch anhält, sofern der Mensch nicht eingreift.
Das Iffeldorfer
Schechen- und Weidfilz überragen das Umland bis zu 6 Meter.
In Hochmooren gibt es Bulte, trockenere kleine Erhebungen,
auf denen Flechten, Moose und Heidekraut wachsen, und Schlenken, kleine
wassergetränkte, seichte Dellen. In Hochmoorbiotopen
haben "Fleisch fressende" Pflanzen wie Sonnentau und Fettkraut
Spezialanpassungen ausgebildet, sie "fangen" und "verdauen"
kleine Insekten, um die Nährstoffarmut ihres Standorts auszugleichen.
Trotz früherem Torfabbau sind die Hochmoorgebiete Iffeldorfs von
hohem naturkundlichen Rang.
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