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Agenda 21

 

Hochmoore

Aus Niedermooren können sich über verschiedene Entwicklungsstufen Hochmoore bilden. Hochmoore sind nicht mehr ans Grundwasser gebunden und haben den Kontakt zum Mineralboden verloren.

Am Alpenvorland sind die meisten der Hochmoore so entstanden: Als im Laufe der nacheiszeitlichen Klimaentwicklung die Niederschläge zunahmen (heute 1200 Millimeter jährlich im Osterseengebiet), konnten auch üppig gedeihende Torfmoose in Niedermoorbereiche einwandern. Aus ihren abgestorbenen Pflanzen entsteht mangels Zersetzung Torf. Ein Moor kann dadurch jährlich um einen Millimeter wachsen. Vom Rand gegen seine Mitte wölbt es sich langsam empor, ein Vorgang, der bis heute noch anhält, sofern der Mensch nicht eingreift.

Das Iffeldorfer Schechen- und Weidfilz überragen das Umland bis zu 6 Meter. In Hochmooren gibt es Bulte, trockenere kleine Erhebungen, auf denen Flechten, Moose und Heidekraut wachsen, und Schlenken, kleine wassergetränkte, seichte Dellen.
In Hochmoorbiotopen haben "Fleisch fressende" Pflanzen wie Sonnentau und Fettkraut Spezialanpassungen ausgebildet, sie "fangen" und "verdauen" kleine Insekten, um die Nährstoffarmut ihres Standorts auszugleichen. Trotz früherem Torfabbau sind die Hochmoorgebiete Iffeldorfs von hohem naturkundlichen Rang.

 

 
 

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