|
Die
19 Osterseen liegen wie glitzernde Perlen zu einer Kette
aufgereiht inmitten von Wäldern und Mooren. Die Einzelgewässer sind
von Natur aus miteinander verbunden. Das Gefälle zwischen
dem südlichsten der Osterseen und dem Starnberger See, in den ihr
Wasser fließt, beträgt 10 Meter.
Nachdem
das Toteis abgeschmolzen war, blieben runde, trichterförmige Becken zurück.
Heute sind sie mit Grundwasser aufgefüllt. Besonders im Süden tritt das Grundwasser
in erheblichen Mengen aus unterseeischen Quelltrichtern oder flächenhaft aus;
oberirdischer Zufluss ist unbedeutend. Die Tiefe der Seen reicht von etwa 5
Metern beim Waschsee bis zu knapp 30 Metern beim Großen Ostersee.
Das Quellwasser
der Osterseen ist relativ kalkhaltig. Ganzjährig hat es eine Temperatur von
etwa 8Grad C. Deshalb bleiben im Winter Stellen, wo das relativ warme Quellwasser
aufsteigt, länger eisfrei oder sie werden nur von einer meist dünnen Eisdecke
überzogen. Nicht zuletzt deshalb ist beim Betreten der Eisflächen äußerste Vorsicht
geboten! Dem Fehlen eines geschiebeführenden Zuflusses aus den Alpen, der Nährstoffarmut
des Wassers und ihren steilen Uferzonen ist es zu verdanken, dass die Seen seit
ihrer Entstehung noch nicht verlandet sind. Durch Siedlungsdruck und Landwirtschaft
erhöhte sich der Nährstoffeintrag insbesondere in die südlichen Osterseen. Durch
die Strömungsverhältnisse wurden diese Nährstoffe in die nördlichen Seen verfrachtet
und veränderten auch dort die ökologischen Verhältnisse. Durch den Anschluss
Iffeldorfs an die Kanalisation und die Ausweisung von Wasserschutzgebieten wurde
in jüngerer Zeit ein deutlicher Rückgang der Belastung erreicht. Die Seen beeindrucken
durch ihre Wasserpflanzengesellschaften. Als botanische Besonderheit gilt der
außerordentliche Reichtum an Wasserschlaucharten. Die Schilfränder und die Verbindungen
zwischen den Seen sind Standorte von weißer See- und gelber Teichrose.
|