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Agenda 21

 

Wald

Etwa ein Drittel der Gesamtfläche der Gemeinde Iffeldorf ist bewaldet. In der durch die Eiszeit geprägten Osterseenlandschaft entwickelten sich Waldgesellschaften, die sich zum Teil von den im Alpenvorland ansonsten dominierenden Buchen-Tannen-Fichtenwäldern unterscheiden.

Charakteristisch für das Naturschutzgebiet Osterseen ist der Wechsel zwischen feuchten und relativ trockenen Standorten mit unterschiedlichem Nährstoffangebot. Mal herrschen Laubmischwälder, mal Kiefernbestände vor. Waldbauliche Maßnahmen und angepasster Wildbestand begünstigen im Gemeindegebiet die artenreiche Naturverjüngung.

Bruchwälder, von mittelhochdeutsch "bruoch" = Sumpf, kommen auf Böden mit nahezu ganzjährig hohem Grundwasserspiegel vor. Sie bestimmen die Ufervegetation des Bodenbaches, Erlen-Eschen-Wälder wachsen an Seeufersäumen und Verlandungszonen.

In den Hochmoorbereichen wächst die Spirke (Moorkiefer); Spirken sind Relikte aus der Nacheiszeit. Farbige Akzente an den Waldstandorten setzen vor allem Blütenpflanzen. Im Frühjahr bedecken den Boden ganze Teppiche von weißen Märzenbechern, blauen Leberblümchen und gelbem Scharbockskraut. Später blühen Orchideen: Nestwurz, Waldhyazinthe, Weißes Waldvögelein, Braunrote und Violette Stendelwurz und vereinzelt Frauenschuh.
Häufig ist die zarte Ästige Graslilie anzutreffen.

 
 

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