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Klima im Pfaffenwinkel

Das Lokalklima von Iffeldorf

Das Lokalklima von Iffeldorf wird von den Osterseen und in geringerem Umfang noch vom nahen Starnberger See geprägt. Mögliche lokalklimatische Unterschiede in der Gemeinde Iffeldorf sind letztlich auf die besondere Geomorphologie zurückzuführen. So ist der alte Ortskern, der auf einer Eisrandterrasse liegt, geringfügig weniger nebelgefährdet als die im Postglazial entstandenen Hohlformen, die mit Wasser verfüllt (Osterseen) oder bereits verlandet sind. Im nördlichen Teil liegen große z. T. renaturierte Moorbereiche (Schechen- und Weidfilz), die die für Hochmoore typischen lokalklimatischen Charakteristiken mit tiefen nächtlichen und winterlichen Temperaturen besitzen.

Kaltluftabfluß ist am Fuße der Terrassen bzw. Hügel zu beobachten. So kühlt beispielsweise die Luft auf dem wenig baumbestandenen Heuwinklberg während wolkenarmer Strahlungsnächte stark ab und fließt in Richtung Staltach und Hofmark. Kaltluftabfluss findet in allen Jahreszeiten statt, er kann bei wolkenlosem Himmel und über einer geschlossenen Schneedecke die Temperatur um einige Grad weiter absenken, als dies im ebenen Gelände bei Waldbedeckung der Fall wäre. So ist auch die Frostgefährdung an entsprechenden Stellen erhöht.

Innerhalb des Gebiets von Iffeldorf sollte der Niederschlag von NW nach SO leicht zunehmen. Ähnliches gilt auch für Höhe und Häufigkeit einer Schneedecke; so fällt immer wieder auf, dass gerade in Richtung Penzberg Häufigkeit und Mächtigkeit einer Schneedecke zunehmen.   

Für die Gemeinde Iffeldorf können folgende Klimakenngrößen aus dem Klimaatlas von Bayern grob abgeschätzt werden (siehe Klima in Zahlen), die für den  Bezugszeitraum 1951 bis 1980 gültig sind; in den 1980 und 1990er Jahren war auch in Iffeldorf die seit Mitte des 20. Jahrhunderts zu sehende Tendenz zu einer Erwärmung deutlich ausgeprägt. Gerade bei den Temperaturen ergeben sich derzeit im Durchschnitt positive Abweichungen: Der Sommer 2003 lag um 4 bis 5 °C über dem langjährigen Mittel, während nur etwa die Hälfte der üblichen Niederschlagsmenge erreicht wurde. Dagegen waren die Sommer zuvor z.T. deutlich zu nass.

Der Winter 2005/06 zeigte sich - wie seit den 1960er Jahren kaum mehr - wieder einmal von seiner extremen Seite: 137 Tage mit Schneedecke in Iffeldorf, 30. Mai als Tag des letzten Schneefalls (1962: Anfang Juni) und die Monate Dezember 2005 bis März 2006 zwischen 0,5 und 4 Grad kälter als in den Jahren zuvor.

 

 

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