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Die Jahresmitteltemperatur
betrug im Bereich der beiden
großen Seenbecken im
Bezugszeitraum 1951 bis 1980 ca.
7.5°C. Sie nimmt nach Süden und
mit der Meereshöhe ab und
beträgt im Bezugszeitraum in
Sindelsdorf knapp 7 und auf dem
Hohen Peißenberg rd. 6.5°C.
Wärmster Monat ist in der Regel
der Juli mit 16 bis 16.5°C, der
Januar besitzt im Mittel die
tiefsten Temperaturen je nach
Lage zwischen -1.5 und 2.4°C.
Beckenlagen sind während
winterlicher Hochdrucklagen vielfach kälter
als die beiden Molasseerhebungen
Auerberg und Hohenpeißenberg,
die in den Wintermonaten oft aus
der Hochnebeldecke herausragen
(Temperaturinversion).
Außer in den Wintermonaten nimmt
die Temperatur pro 100
Höhenmeter um ca. 0,5 °C ab. Ausgeprägte Hochmoore und
Waldlichtungen, die eine etwas
längere Schneedeckendauer
aufzuweisen haben, konservieren
dagegen die Winterkälte.
Die höchsten Temperaturen liegen
im Landkreis bei 36°C, während
die tiefsten Wintertemperaturen
kaum -30°C unterschreiten. Die
mittlere Zahl der Frosttage
(Mittel < 0°C) beträgt rund 115
bis 130. Sommertage mit
Höchsttemperaturen über 25°C
kommen an den Seen und im
Stadtgebiet von Weilheim etwa
30- und auf den Höhenlagen
weniger als 10-mal vor. Der
letzte Tag im Frühjahr mit Frost
liegt zwischen Anfang und Mitte
Mai an der südwestlichen
Landkreisgrenze. Der erste Frost
im Herbst wird im langjährigen
Mittel zwischen Ende September
und Mitte Oktober je nach
Höhenlage und Entfernung zu
größeren Seen registriert.
Die lange Temperaturreihe des
Observatoriums Hohenpeißenberg,
der ältesten Bergwetterstation
der Welt, gibt einen besonderen
Aufschluss über den
Temperaturverlauf seit 1781:
Während in den ersten 100 Jahren
eine markante Abkühlung um 0,8
Grad beobachtet wurde, nehmen
seit Ende des 19. Jahrhunderts
die Temperaturen wieder zu.
Diese Zunahme war besonders
stark während der letzten drei
Jahrzehnte, eine Beobachtung,
die von den meisten Klimatologen
mit dem zunehmenden, durch den
Menschen verursachten,
Treibhauseffekt in Verbindung
gebracht wird. Dabei fällt die
Erwärmung in den vier
Jahreszeiten unterschiedlich
aus: Während die Erwärmung im
Herbst, Winter und Sommer bei
0,9 bis 1,3 Grad lag, zeigen die
Frühjahrstemperaturen
insbesondere auf der Bergstation
nur eine geringe und damit nicht
signifikante Zunahme.
Der Sommer 2003 brachte auch für
den Hohenpeißenberg mit 19,1°C
eine extreme Mitteltemperatur;
das langjährige Mittel liegt bei
14,2°C. An tiefer gelegenen
Orten wurden Mitteltemperaturen
registriert, die im Juni und
August 21°C (z.B. Iffeldorf)
überschritten.

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