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Die Niederschlagsmenge variiert
im Landkreis stark: Während sie
in der Weilheimer Senke nur
wenig über 1000 mm im Jahr
(langjähriges Mittel) ausmacht,
liegt sie weiter westlich im
Bereich von Schongau, aber auch
im östlichen Teil des
Landkreises in der Umgebung von
Penzberg deutlich darüber und
reicht auf den Höhen südlich der
Wies bis etwas über 1400 mm
heran.
Die
von den Voralpen isolierten
Molasserücken Hohenpeißenberg
und Auerberg weisen mit knapp
1200 mm eine nur geringfügige
höhenbedingte Zunahme im
Vergleich zu den Nachbarorten
(z. B. Wessobrunn) auf. Die
Abweichungen vom langjährigen
Mittel können bis zu ±50 Prozent
ausmachen. Die
niederschlagsreichsten Monate
sind Juli und Juli, ein weiteres
Maximum wird im Januar
registriert.
Durchschnittlich an 140 bis 180
Tagen fällt im Jahr
Niederschlag; je nach Höhenlage
kann es an 50 bis 65 Tagen
schneien. Durch die
Temperaturerhöhung der letzten
Jahre zeigt sich auch eine
gewisse Tendenz zu weniger
häufigen Schneefallereignissen.
Eine Schneedecke liegt in den
Niederungen an 75 bis 85 Tagen,
in höheren Lagen bis über 120
Tage. Die maximalen
Schneedeckenhöhen betrugen
während der letzten Jahrzehnte
70 cm in tiefen Lagen und
erreichten das Doppelte auf den
Höhen an der südlichen
Landkreisgrenze. Die geringsten
Schneehöhen werden üblicherweise
in der Gegend um Weilheim
gemessen (‚Weilheim auf der
Höllplatte‘).
Während bei der jährlichen
Niederschlagsmenge in den
letzten 50 Jahren nur ein
leichter Trend zu höheren Werten
zu verzeichnen ist, nimmt
allerdings die Häufigkeit der
Starkniederschläge stärker zu,
wie die Hochwasserereignisse,
insbesondere an der Ammer,
zeigen. Im Mai 1999 wies das
Gebiet südwestlich des Ammersees
bis hin zu den Ammergauer Alpen
mit z.T. mehr als 300 mm
Niederschlag auf, was einen
absoluten Rekord seit
Aufzeichnungsbeginn im
Pfaffenwinkel darstellt.
Von einem Jahr
zum anderen können
selbstverständlich große
Schwankungen auftreten, wie die
Beispiele 2002 (zu nass) und
2003 (zu trocken) zeigen. Gerade
das Sommerhalbjahr 2003 brachte
auch im Pfaffenwinkel weit
unterdurchschnittliche
Niederschlagsmengen, was auch
dazu führte, dass die
Wasserverfügbarkeit an der
Waldklimastation Schongau nur
etwa die Hälfte des vollen
Wasserbedarfs betrug, und von
dort Anfang September die ersten
Meldungen über Trockenschäden
bei der Landesanstalt für Wald
und Forstwirtschaft (2004)
eingingen.
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