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Stark variierender Wind in
Stärke und Richtung ergibt je
nach Lage im Pfaffenwinkel
mittlere jährliche
Windgeschwindigkeiten von nur
1,5 bis 2,5 m/s; nur auf dem
Hohenpeißenberg wird eine
mittlere Windgeschwindigkeit von
mehr als 4 m/s beobachtet. Eine
Nutzung der Windenergie
erscheint wegen des wenig
konstanten Windes und angesichts
der starken Beeinträchtigung des
Landschaftsbildes kaum
sinnvoll. 
Die vorherrschende
Windrichtungen in Iffeldorf und
Umgebung sind Südwest und West
(WSW); sie machen rund 40% aus;
bei SW-Wind machen sich die
Alpen mit Leeeffekten bemerkbar.
Das markanteste Phänomen am
Alpenrand, der Föhn, der an
wenigstens 25 Tagen im Jahr
(Hohenpeißenberg: über 50 Tage)
herrscht, prägt Temperatur,
Feuchte und Bedeckungsgrad.
Während Hochdrucklagen vor allem
im Sommerhalbjahr wird unser
Gebiet durch ein Windsystem
beeinflusst, das sich zwischen
den Alpen und dem Vorland
einstellt. Durch die stärkere
Einstrahlung in den Alpen wird
die Luft dort stärker erwärmt,
steigt auf, bildet
Schönwettercumuli und saugt von
Norden oder Nordosten tagsüber
Luft an, was vor allen Dingen
die Segler auf den beiden
größeren Seen schätzen. Im
Vorland stellt sich eine
Absinkbewegung der Luft ein, was
hier zu Wolkenauflösung führen
kann.
Die
Nutzung der Sonnenenergie
bietet sich geradezu an: Die mittlere
jährliche Globalstrahlungssumme
beträgt 1100 bis 1200 kWh pro
qm, die Anzahl der Stunden mit
Sonnenschein reicht von rd. 1550
im Bereich der Loisach bis über
1800 auf den Erhebungen.
Hohenpeißenberg und Auerberg,
die meist über der im
Winterhalbjahr nicht selten
anzutreffenden Hochnebeldecke
liegen, gehören zu den
strahlungsreichsten Gegenden
ganz Bayerns mit knapp 3 Stunden
pro Tag im Januar. Im
Einflussbereich des Ammer- und
Starnberger Sees, wo die
Nebelhäufigkeit mit mehr als 40
Nebeltagen mit im Jahr deutlich
erhöht ist, liegt die
Sonnenscheindauer immerhin noch
bei 2 Stunden am Tag. In den
letzten Jahren wird allerdings bayernweit die Tendenz zu
weniger Nebel beobachtet, was
die Folge der Zunahme der
SW-Lagen sein könnte.
Im Juli nimmt
dagegen die Sonnenscheindauer
von Norden nach Süden von 7,2
bis 6,5 Stunden im Mittel
leicht ab, was auch durch die
dortige höhere Gewittertätigkeit
bedingt ist. Im Pfaffenwinkel
sind an rund 30 Tagen im Jahr
Gewitter zu erwarten, die
teilweise auch von Hagel
begleitet werden. Wie bei allen
meteorologischen Vorgängen
liegen auch hier große
Schwankungen von Jahr zu Jahr
vor. |